Ein Spielzimmer für die Kleinsten (Playgroup)

In der Gajashwori Primary School gibt es auch eine Kindergartengruppe (Playgroup) für die Kleinsten. Die Kinder im Alter von 3-5 Jahren werden von Rhadika, einer sehr netten jungen Frau, liebevoll betreut.

 

Momentan ist die Gruppe in zwei der insgesamt fünf Räume im alten Schulgebäude untergebracht, welches 2015 stark vom Erdbeben beschädigt wurde. Im Jahr 2018 konnte das zerstörte Dach erneuert werden, sodass das Gebäude wenigstens wieder nutzbar wurde. Jedoch für mehr, wie zum Beispiel Wärmedämmung, Fußbodenbelag, Fensterscheiben und einen neuen Wandanstrich reichte das von der Regierung bereitgestellte Geld nicht aus. 

 

Die beiden Räume sind in einem extrem bedauernswerten Zustand und weitab von allem, was man sich für eine kindgerechte Spiel- und Lernumgebung vorstellt. Der größere Raum hat 2 Fenster ohne Glasscheiben, nur mit undichten schief hängenden Holzfensterläden versehen. Ein paar Tische und Bänke stehen verloren herum, die Wände sind kahl und kalt, der Fußboden ist blanker Beton. Keine Spur von Spielzeug, Spielmöbeln oder Regalen. Der zweite Raum ist noch schlimmer, winzig klein und mit nur 1 Fenster, ebenfalls offen, ohne Scheiben und nur durch den Fensterladen geschützt. Der Raum ist mit einem dünnen klammen Filzteppich ausgelegt. An der Wand steht eine Art zusammengezimmertes Bett, wo mehrere Steppdecken aufgestapelt sind, auch hier ist alles kalt und klamm. Es gibt keinen Strom, und es ist furchtbar dunkel. Als wir es bei unserem Besuch zum ersten Mal sahen, waren wir total geschockt. Das ist kein Platz für Kinder zum Spielen.

 

Hier gibt es dringenden Handlungsbedarf!

Spielgruppe 1
Spielgruppe 2
Spielgruppe Raum 1
Spielgruppe Raum 2

Wir haben uns mit Sudip und dem Lehrerkollektiv beraten, was man tun kann, um eine Verbesserung zu schaffen. Eine Möglichkeit ist, die alten Räume wieder herzurichten und komplett zu sanieren. Eine weitere Option ist, einen der 4 Räume im neu gebauten Schulgebäude zu nutzen und diesen in eine Art Mehrzweckraum umzuwandeln, den auch die Schulkinder nutzen können, z. B. nach der Schule zum Hausaufgaben machen oder zum Ausruhen und Entspannen. In beiden Fällen ist es unbedingt erforderlich, den Fußboden zu isolieren und mit einem dicken Teppich zu versehen. Die Wände müssen farbenfroh gestaltet werden, damit ein freundliches, kindgerechtes Ambiente entsteht.  Spielzeug wird gebraucht, sowie Regale und Behälter für die Aufbewahrung. Diese könnte man direkt vor Ort bauen lassen, um somit gleich die Dorfbewohner im Einkommen zu unterstützen. Das Spielzeug könnten wir in Deutschland über eine Sammelaktion bekommen. Wir hätten Unterstützung von Kindereinrichtungen und auch von privaten Personen. Das große Problem ist der Transport nach Nepal, dazu recherchieren wir noch. Ganz wichtig sind auch Thermomatten zum Schlafen und vor allem eine Beleuchtung, die es zurzeit auch noch nicht gibt.

 

Um diese Vision umzusetzen, fehlt uns derzeit noch das Geld und die Zeit, alles zu organisieren. Wir hoffen aber, dass wir es baldmöglichst in Angriff nehmen können und bleiben auf jeden Fall dran.